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29.09.2016

Mit entspanntem Blick in die Zukunft

Zuverlässiger Subaru-Partner, modernes Familienunternehmen, kundenorientierter Servicebetrieb, Erfolgsmodell: das Autohaus am Kraftwerk in Bexbach

Thomas Knauber
Thomas Knauber

Herr Knauber, Sie hatten Mitte Juli hohen Besuch aus Japan. Der Präsident des Mutterwerkes Fuji Heavy Industries, Yasuyuki Yoshinaga, beehrte Ihr Autohaus am Kraftwerk zusammen mit dem Geschäftsführer von Subaru Deutschland, Volker Dannath. Was war der Anlass?

Thomas Knauber: Ja, das war eine spannende Ange­legenheit! Wir stellten den Gästen unsere Händlergruppe Saar-Pfalz-Baden vor und das System, mit dem wir arbeiten. Gegebenenfalls möchte Mr. Yasuyuki Yoshinaga dieses in ganz Europa implementieren. Wir haben die Gruppe aus 21 Händlern vor zehn Jahren gegründet und das Head-Office befindet sich hier in Bexbach. Über das Intranet sind wir vernetzt und wir führen aktuell etwa 800 Fahrzeuge im Bestand. Von dieser Zusammenarbeit profitieren vor allem die kleineren Händler. Im Moment hat Subaru ein kleines Luxusproblem, denn die Lieferzeit kann bis zu sechs Monaten dauern. Hätte die Gruppe nicht auf eigenes Risiko 400 Fahrzeuge bestellt, wären auch wir wohl quasi ausverkauft. Natürlich erkundigte sich Herr Yoshinaga auch nach der Entwicklung unseres Autohauses.

Was konnten Sie ihm hierzu berichten?

Thomas Knauber: Nachdem ich die Firma von meinem Vater Herbert Knauber übernommen hatte und 1987 das Autohaus am Kraftwerk an diesem Standort baute, haben wir etwa alle fünf Jahre modernisiert. Hätte man uns nicht zusätz­liches Gelände vom Kraftwerk angeboten, hätten wir hier nach zehn Jahren die Segel streichen müssen. Natürlich ist die Palette an Modellen weiter gestiegen – plötzlich ging es ja mit der Marke Subaru steil nach oben. Wir haben auch aktuell ­wieder gebaut, da die Werkstatt zu klein geworden ist.

Hoher Besuch aus Japan
Hoher Besuch aus Japan: Vor Kurzem waren hochrangige Vertreter von Fuji Heavy Industries, dem Subaru-Mutterwerke, zu Gast in Bexbach.

Worin besteht diese Erweiterung?

Thomas Knauber: Unsere Direktannahme ist gerade vor vier Wochen fertig geworden. Eine solche Direktannahme finde ich für einen modernen Betrieb heutzutage absolut notwendig. Wir können damit die Werkstatt entlasten, wenn ein Kunde spontan auf den Hof kommt, weil er beispielsweise ein merkwürdiges Geräusch an seinem Fahrzeug feststellte. Wir können schnell handeln und prüfen sowie gegebenenfalls einen Kostenvoranschlag dem Kunden unterbreiten. Die laufenden Arbeiten in der Werkstatt müssen dafür nicht unter­brochen werden. Zudem ist die Direktannahme nun auch mit einem modernen Bremsprüfstand ausgestattet. Dank neuester EU-Auflagen ist ein solcher Bremsprüfstand mit Onlineanschluss zum TÜV ab dem kommenden Jahr Voraussetzung, dass ein Betrieb die Hauptuntersuchungen für Kraftfahrzeuge überhaupt mehr machen darf. Außerdem haben wir ein ­weiteres 10000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft, um darauf eine Halle für die Radeinlagerung zu bauen. Wir haben zur Zeit mit 2000 eingelagerten Rädern keine Kapazität mehr. Die Container befinden sich hier rund um das Gebäude verstreut – und die Wege dahin sind einfach zu lang. Die beste  Lösung ist also eine neue Lagerhalle. Damit werden gleich­zeitig drei neue Arbeitsplätze geschaffen.

Freundliche Mitarbeiterinnen
Frauenpower im Autohaus am Kraftwerk: Die freundlichen Mitarbeiterinnen kümmern sich unter anderem um Empfang, Serviceannahme und Verwaltung

Das klingt stark danach, dass Sie das Autohaus am Kraftwerk mehr und mehr vergrößern möchten?

Thomas Knauber: Nein, wir wollen nicht mehr größer werden, das ist aktuell sicher nicht unser Ziel. Wir werden in diesem Jahr umsatzmäßig ein Rekordergebnis von schätzungsweise 18 bis 20 Millionen Euro einfahren. Aktuell beschäftigen wir 20 Mitarbeiter, die Geschäftsführung ein­gerechnet, acht Mitarbeiter davon sind in der Werkstatt tätig. Die drei neuen Arbeitsplätze sehe ich im Zusammenhang mit einem natürlichen Wachstum. Wir streben an, unser Volumen zu halten und gegebenenfalls noch ein paar Unterhändler zu generieren.

Und was bringt die Zukunft von Subaru?

Thomas Knauber: 2017/2018 wird es bei Subaru nochmal einen großen Umbruch geben – auch im Hybrid-­Bereich. Dann kommen alle Modelle mit Hybrid. Die fahren übrigens schon seit drei Jahren in Amerika. Außerdem werden sich die Kunden schon aktuell mit dem Assitenzsystem „EySight“ beschäftigen dürfen. Subaru startete ja mit diesem kamerabasierten System bei uns in Deutschland im Crossover Subaru Outback. Der Subaru Levorg bietet jetzt im neuen Modelljahr ebenfalls mit „EyeSight“ mehr Sicherheit. Zentraler Bestandteil ist hier das Notbremssystem mit Kollisions­warner, das potenzielle Zusammenstöße mit Fußgängern, Fahrradfahrern und anderen motorisierten Verkehrsteilnehmern erkennt und selbstständig eine Notbremsung einleitet, wenn der Fahrer nicht reagiert.

Experten-Service
Experten-Service: Die Werkstattmitarbeiter nehmen regelmäßig an Schulungen teil, um die Reparaturen fachmännisch und zuverlässig durchführen zu können.

Überzeugt „EyeSight“ auch Ihre Kunden? Sprechen diese Sie auch mal direkt an und fragen konkret nach dieser Ausstattung?

Thomas Knauber: Nein, das ist noch die Ausnahme. Da müssen wir schon noch Überzeugungsarbeit leisten. Ich fahre selbst ein Modell  mit „EyeSight“ und bezeichne es als sehr entspanntes Fahren. Aber es ist auch eine Umstellung, selbst wenn man die Funktionen wie den Spurhalteassistenten beispielsweise ausschalten kann. Die Leute wollen das selbstbestimmte Fahren nicht unbedingt aus der Hand geben. Noch nicht. Subaru testete das System ebenfalls über drei Jahre in Amerika. Ein mutiger Schritt, wie ich finde, es hätte auch schief  gehen können. Offensichtlich gab der Erfolg Subaru Recht.

Die Produktionszahlen sind bei Subaru seit 2000 stetig steigend. Spiegelt sich das auch in Ihren Verkaufs­zahlen im Autohaus Bexbach wider?

Thomas Knauber: Ja, auf jeden Fall. Subaru hat sich auch total gewandelt – von der Haptik und der Optik her. ­Früher war der Subaru ja ein Klassiker für die Jäger, Camper und Reiter. Das waren unsere drei Säulen. Die Modelle werden von mal zu mal aber schicker. Subaru hat vor acht Jahren einen italienischen Designer mit ins Boot geholt und das macht sich langsam richtig bemerkbar. Ob jetzt der jüngste XV oder der teuerste Outback: Das Armaturenbrett ist überall hoch­wertig, Lederlenkrad, Kontrastnähte – das ist in allen gleich. Das war zum einen eine richtige Qualitätsoffensive, die auch unsere Kunden überzeugt. Auf der anderen Seite hat Subaru technisch derart aufgerüstet, dass sogar die Händler teilweise damit ‚überfahren‘ waren, bis sie sich über Lehrgänge in den neuen Assistenz- und Konnektivity-Systemen fit gemacht haben. 20 Jahre hat Subaru ein wenig geschlummert, dann hat es geknallt.

Sie können also demnach entspannt in die Zukunft schauen?

Thomas Knauber: Das kann ich vor allem deswegen, weil meine Tochter Isabel im Januar dieses Jahres in den Betrieb eingestiegen ist. Sie hat ein betriebswirtschaftliches Studium in Stuttgart absolviert, eine duale Ausbildung. Dabei konnte sie Erfahrungen bei einem der größten Ford-Händler Europas sammeln. Meine Frau und ich sind natürlich glücklich, dass wir – etwas vorausschauend – mit unserer Tochter einmal eine qualifizierte Nachfolgerin haben werden. Da haben andere Betriebe aus allen Branchen schon mehr zu kämpfen.

Confidence in Motion
Confidence in Motion (Vertrauen in Bewegung)

Haben Sie denn eine Nummer 1 unter Ihren Modellen im Autohaus?

Thomas Knauber: Das ist nach wie vor der Subaru ­Forester. Der SUV-Markt ist noch immer Trendsetter. Jeder will höher sitzen. Flache Autos – egal von welche Marke – werden nicht mehr stark nachgefragt. Das sehe ich ja, was und wie schnell wir ein Fahrzeug von unserem Gebrauchtwagen-Hof runter bekommen. Die Leute haben immer mehr mit Rückenproblemen zu kämpfen, agieren vorausschauend, wollen sich nicht mehr in die Autositze sozusagen fallen lassen. Daher kommen auch der Subaru Outback oder der XV sehr gut bei unserer Kundschaft an, der XV vor allem bei der weiblichen. Die „Red Edition“ beispielsweise: ein bisschen kompakter, schickes Innendesign, silberne Dachreeling. Das Modell ist ein echter Hingucker. Und auch wenn der neue Subaru Levorg kein SUV ist, steht er doch hoch im Kurs. In der Kombination von Design und Technik ist bei diesem Mittelklasse-Kombi meines Erachtens alles gelungen.

Fotos: Anton Minayev
Artikel: © 2016 Saarländische Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH

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